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The American Dream


Nach vielen Wochen intensiver Vorbereitung, einem für viele Teilnehmer langen, anstrengenden Flug sowie
einigen Tagen Akklimatisierung war es am vergangenen Samstag soweit:
Die WM auf der Halbironmandistanz 70.3 wurde in Florida gestartet.

Ein beeindruckendes Szenario bot sich den Zusehern als sich Athleten aus aller Welt noch vor Sonnenaufgang
am Strand von Clearwater einfanden. Sowohl Räder als auch Laufbekleidung waren bereits am Vortag eingecheckt worden,
die letzten Vorbereitungen waren über die Bühne gegangen. Nur der Wettergott spielte nicht mit.
Aufgrund der Ausläufer eines Hurricans in Texas gab es in der Woche vor dem Wettkampf starke Sturmböen und hohen Wellengang,
was die Veranstalter zu einer Verlegung der Schwimmstrecke in die ruhige Bucht veranlasste. Weniger aufregend, aber sicherer.

Letzte Vorbereitungen am Rad, Body-Marking, vorgezogener Schwimmstart und rein ins Geschehen, d.h. ins Wasser.
Interessanterweise hatte sich der Wind über Nacht gelegt, die Temperatur lag bei 18 Grad und es versprach ein sonniger Tag zu werden.
In Abständen von zwei Sekunden gingen jeweils zwei Athleten ins Wasser. Kein Gedränge, gute Bedingungen, kleine Verzögerung beim Ausstieg.
Fleißige Hände halfen beim Ausziehen des Neoprenanzuges und schon gings aufs Rad.

Ich stieg nach 33 Minuten aus dem Wasser, fand sofort Rad und Radbeutel und raus gings aus der Wechselzone.
Die flache Radstrecke ließ eine gute Radzeit erwarten, lediglich auf den letzten 20 Kilometern war der inzwischen
wieder stärker gewordene Wind deutlich zu spüren. Mit meiner Radsplitzeit von 2 Stunden 22min war ich eigentlich zufrieden,
da es ehrliche Kilometer waren. Das Windschattenfahren ist ja bei solchen Events ein eigenes Kapitel.

Die Laufstrecke, die vier Mal über eine Brücke führte, verlangte allen Läufern, so auch mir, einiges ab.
Hitze und Wind waren erbarmungslose Gegner und eine Laufzeit von 1 Stunde 46min spricht Bände,
wo ich doch ansonsten 1.23 - 1.31 auf dieser Distanz laufen kann.

Mein Resümee: Eine tolle Erfahrung in traumhaft schöner Umgebung (zählt ja Clearwater - Beach zu den drei schönsten Stränden der USA),
ein ganz eigenes Feeling, bei einer Weltmeisterschaft zu starten und ein solides Ergebnis.
In Anbetracht der suboptimalen Vorbereitung (Radsturz im Frühjahr und Probleme beim Lauftraining sowie eine Erkältung vor dem Wettkampf)
bin ich mit meinem 77. Platz von 138 Startern in der AK M45 eigentlich zufrieden.
Schließlich muss man ja noch einen kleinen Spielraum haben, um das Ergebnis beim nächsten Mal zu toppen.

Edmund Holzhofer, Tri Team Parndorf



Webmaster Ing. Herbert Dobsak